Morgan Stanley prophezeit 150 Dollar pro Fass bereits im Juni 2008

Innerhalb von Stunden schnellte der Preis für die US-Referenzsorte "West Texas Intermediate" (WTI) zur Auslieferung im Juli an der New Yorker Rohstoffbörse (NYMEX) um über elf Dollar oder mehr als acht Prozent auf 139,12 Dollar (88,71 Euro) pro Barrell (159 Liter) in die Höhe.

Neue Wolken am Himmel
Für den Endverbraucher ist es kein wirklicher Trost, aber Erdöl hat sich damit ein weiteres Mal als der verlässlichste Seismograph der derzeitigen wirtschaftlichen Grundstimmung erwiesen - und die heißt Unsicherheit, besonders in den USA.

Dort hatten zuletzt zwar überraschend positiv ausgefallene Unternehmenszahlen und Konjunkturindikatoren für eine Aufhellung der Stimmung gesorgt, die Börsen nach oben gehievt und den Ölpreis gedrückt.

Feines Gespür für "Bad News"
Doch seit dem Beginn der Finanzkrise haben die Märkte für schlechte Nachrichten ein besonders feines Gespür. Insofern war der fast schon periodisch wiederkehrende Rückschlag der Stimmung und damit der erneute Weg frei nach oben für den Erdölpreis wieder nur eine Frage der Zeit.

Am Freitag stimmte die Mischung, aus der die Preisralley gemacht ist: Rezessionsangst in den USA, Hinweise auf Lieferausfälle, Angst vor einem neuen militärischen Konflikt im Nahen Osten und ein gegenüber dem Euro wieder schwächerer Dollar.

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