Stromkonzerne setzten sich gegen die EU durch
Der monatelange Streit um die Spaltung der Energiekonzerne in der Europäischen Union ist beigelegt. Nach zähen Verhandlungen haben sich die 27 Energieminister bei dem alles entscheidenden Treffen in Luxemburg auf einen Kompromiss geeinigt: Eine Zwangsenteignung der Verteilnetze für Strom und Gas wird es nicht geben. Vielmehr soll jedes Land selbst entscheiden können, in welcher Form die Energieversorger ihre Netze in die Unabhängigkeit entlassen.
Grundsätzlich soll die Entflechtung auf dreierlei Art möglich sein. Produktion und Netzbetrieb werden völlig gespalten. Diese Variante hat die EU-Kommission vorgeschlagen, die damit marktbeherrschende Konzerne wie die Stromriesen EdF oder Vattenfall in die Knie zwingen möchte. Das Modell ist in Ländern wie Großbritannien und Schweden schon lange gang und gäbe und wird von rund einem Dutzend Länder befürwortet, die sich davon deutlich billigere Strom- und Gaspreise erhoffen.
Trennung. Zweite Variante ist die geltende gesellschaftsrechtliche Trennung, wonach die Netze in eine Tochtergesellschaft ausgegliedert werden müssen. Sie soll verschärft werden.
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